Eine eigenständige Fortgang-Übung nach der aktuellen Struktur des Goethe-Zertifikat B2 Moduls Lesen: fünf Teile, 30 Items, 65 Minuten, nur eine richtige Lösung pro Aufgabe und anschließende Umrechnung auf 100 Ergebnispunkte.
Die Struktur dieses Trainings folgt dem offiziellen Goethe-Modell: 65 Minuten, fünf Teile und insgesamt 30 Messpunkte. Die Seite ist eine unabhängige Übung und keine offizielle Goethe-Prüfung.
Hinweis: Die echte Prüfung verwendet eigenes offizielles Prüfungsmaterial. Die Texte und Aufgaben unten sind neu erstellt und dienen dem prüfungsnahen Training.
Sie lesen in einem Forum, wie vier Personen über ein Thema denken. Welche Aussage passt zu welcher Person? Eine Person kann mehrmals gewählt werden.
Seit ich überwiegend von zu Hause arbeite, spare ich jeden Morgen fast eine Stunde. Trotzdem fehlt mir manchmal der spontane Austausch. Deshalb fahre ich zweimal pro Woche ins Büro. Für mich ist entscheidend, dass ich selbst entscheiden kann, wo ich konzentriert arbeite. Eine feste Präsenzpflicht an fünf Tagen würde ich als unnötig empfinden.
Ich habe das Homeoffice zunächst gefeiert. Inzwischen arbeite ich aber wieder lieber im Büro. Zu Hause verschwimmen Arbeitszeit und Freizeit zu schnell. Außerdem entstehen gute Ideen bei mir häufig im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen. Flexible Modelle finde ich sinnvoll, aber komplett auf den Arbeitsplatz vor Ort verzichten möchte ich nicht.
Für mich ist Remote-Arbeit vor allem eine Frage der Vereinbarkeit. Wenn meine Tochter krank ist, kann ich kurzfristig reagieren, ohne gleich einen ganzen Arbeitstag abzusagen. Allerdings braucht man dafür einen Arbeitgeber, der Vertrauen hat. Wer jede Minute kontrolliert, macht aus dem Vorteil des Homeoffice schnell einen Nachteil.
Ich arbeite seit drei Jahren fast ausschließlich unterwegs. Das klingt zunächst nach Freiheit, ist aber anstrengender, als viele denken. Ständig einen ruhigen Arbeitsplatz zu suchen und zuverlässiges Internet zu finden, kostet Zeit. Ich möchte nicht zurück ins klassische Büro, aber eine feste Basis mit guter Ausstattung wäre für mich ideal.
Sie lesen einen Zeitschriftenartikel. Welche Sätze a–h passen in die Lücken 10–15? Zwei Sätze passen nicht.
Die Idee einer verkürzten Arbeitswoche ist nicht neu. Neu ist allerdings, wie ernst Unternehmen sie inzwischen prüfen. 10 In mehreren Ländern wurden deshalb Pilotprojekte gestartet, bei denen Beschäftigte bei gleichem Gehalt einen zusätzlichen freien Tag erhalten.
Befürworter verweisen vor allem auf die Arbeitszufriedenheit. 11 Entscheidend sei jedoch, dass nicht einfach fünf Arbeitstage auf vier Tage verteilt würden. Arbeitsabläufe müssten vielmehr neu organisiert werden.
Auch für Unternehmen kann das Modell interessant sein. 12 Gleichzeitig warnen manche Branchen davor, dass sich eine Verkürzung nicht überall gleich umsetzen lässt.
Besonders schwierig ist die Situation dort, wo Kundinnen und Kunden täglich erreichbar sein müssen. 13 Andere Unternehmen lösen das Problem, indem sie ihre Teams zeitlich versetzt einsetzen.
Die bisherigen Versuche liefern deshalb kein einheitliches Ergebnis. 14 Einige Betriebe berichten von weniger Fehlzeiten, andere kämpfen mit höherem Planungsaufwand.
Fest steht aber, dass die Debatte die Frage nach der Produktivität verändert hat. 15 Entscheidend ist am Ende weniger die Zahl der Anwesenheitsstunden als die Frage, was in dieser Zeit tatsächlich erreicht wird.
Sie lesen einen Zeitungsartikel. Wählen Sie bei den Aufgaben 16–21 die richtige Lösung a, b oder c.
In vielen Großstädten wird inzwischen darüber diskutiert, ob der öffentliche Raum anders genutzt werden sollte. Ein Beispiel sind sogenannte „Superblocks“: Mehrere Wohnstraßen werden so organisiert, dass der Durchgangsverkehr reduziert wird. Ziel ist nicht, Autos vollständig aus der Stadt zu verbannen, sondern bestimmte Straßen wieder stärker als Aufenthaltsräume zu nutzen.
Untersuchungen aus verschiedenen europäischen Städten zeigen, dass solche Maßnahmen die Nutzung des öffentlichen Raums verändern können. Wo weniger Autos fahren, halten sich Menschen häufiger auf Plätzen und Gehwegen auf. Davon profitieren Cafés, Geschäfte und Anwohner allerdings nicht automatisch. Händler befürchten teilweise, dass Kundschaft ausbleibt, wenn sie nicht mehr direkt mit dem Auto vorfahren kann.
Stadtplaner weisen deshalb darauf hin, dass Verkehrsberuhigung allein keine Lösung ist. Entscheidend sei ein Gesamtkonzept mit gutem öffentlichem Verkehr, sicheren Radwegen und ausreichend Möglichkeiten zum Liefern. Auch die Kommunikation mit den Anwohnern spiele eine große Rolle. Akzeptanz entstehe nicht dadurch, dass eine Stadt ein fertiges Konzept präsentiere, sondern durch nachvollziehbare Informationen und die Möglichkeit, Erfahrungen einzubringen.
Die Debatte zeigt damit ein grundsätzliches Problem moderner Stadtplanung: Öffentliche Räume erfüllen mehrere Funktionen gleichzeitig. Sie müssen erreichbar sein, wirtschaftliche Aktivitäten ermöglichen und zugleich Orte sein, an denen Menschen gerne Zeit verbringen. Ein einzelnes Verkehrsmittel kann diese unterschiedlichen Anforderungen nicht allein lösen.
Sie lesen in einer Zeitschrift Meinungsäußerungen. Welche Äußerung a–h passt zu welcher Überschrift 22–27? Eine Äußerung passt nicht. Die Äußerung a ist das Beispiel und kann nicht noch einmal verwendet werden.
Viele Kurse sind zu allgemein. Wenn ich eine Weiterbildung mache, möchte ich das Gelernte am nächsten Tag in meinem Beruf anwenden können. Theorie ist wichtig, aber sie sollte immer mit konkreten Situationen verbunden werden.
Ich lerne am liebsten gemeinsam mit anderen. Wenn Kolleginnen und Kollegen unterschiedliche Erfahrungen mitbringen, entdeckt man Fehler schneller und bekommt neue Ideen. Der Austausch ist für mich genauso wertvoll wie das Unterrichtsmaterial.
Unternehmen sollten Beschäftigte nicht nur zum Lernen schicken, sondern ihnen danach auch Zeit geben, das Gelernte umzusetzen. Sonst bleibt vieles bei guten Vorsätzen. Weiterbildung braucht deshalb eine Verbindung zum Arbeitsalltag.
Digitale Angebote machen Lernen einfacher, aber sie ersetzen nicht jede persönliche Begegnung. Gerade bei komplexen Themen ist es hilfreich, Fragen direkt mit einer Lehrkraft zu besprechen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Ich finde kurze Lerneinheiten besonders praktisch. Eine Stunde am Tag lässt sich leichter einplanen als ein ganzer Seminartag. Außerdem kann ich mich auf ein kleines Ziel konzentrieren und sehe schneller, was ich schon kann.
Weiterbildung darf nicht nur eine Sache für junge Beschäftigte sein. Auch Menschen mit viel Berufserfahrung können neue Methoden brauchen. Gerade wenn sich Technologien verändern, sollte Lernen selbstverständlich bleiben.
Für mich ist ein Zertifikat wichtig, weil es einen nachvollziehbaren Nachweis liefert. Arbeitgeber können dadurch leichter erkennen, welche Kenntnisse jemand tatsächlich erworben hat. Eine Teilnahmebescheinigung allein sagt mir dagegen wenig.
Sie lesen Auszüge aus einer Studienordnung. Welche Überschrift a–h aus dem Inhaltsverzeichnis passt zu den Paragraphen 28–30? Vier Überschriften werden nicht gebraucht. Die Beispielüberschrift wird nicht noch einmal verwendet.
Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden.
Lösung: cZum Studium wird zugelassen, wer eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung besitzt. Bewerberinnen und Bewerber müssen außerdem ausreichende Kenntnisse in Deutsch nachweisen. Über die Anerkennung gleichwertiger Nachweise entscheidet die zuständige Stelle.
Das Bachelorstudium umfasst sechs Semester. Für den erfolgreichen Abschluss sind 180 Leistungspunkte nach dem Europäischen System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen zu erwerben.
Im Studiengang werden Vorlesungen, Seminare und projektorientierte Veranstaltungen angeboten. In den Seminaren werden Texte gemeinsam analysiert und Ergebnisse in Gruppen präsentiert.
Jedes Item zählt 1 Messpunkt. Das offizielle Goethe-Verfahren rechnet die maximal 30 Messpunkte auf 100 Ergebnispunkte um. Die unten verwendete Tabelle folgt der veröffentlichten Umrechnung.
Wenn dir Teil 1 schwerfällt, trainiere das Erkennen von Standpunkten und Paraphrasen. Bei Teil 2 liegt der Schwerpunkt auf Textlogik, Konnektoren und Kohärenz. Teil 3 verlangt präzises Lesen und das Unterscheiden von Hauptaussage und Detail. In Teil 4 und Teil 5 musst du Überschriften bzw. Sachinformationen mit passenden Textstellen verbinden.
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